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Seminare für Trauernde nach einem Suizid

Vertrauen wagen – 
Seminare für Trauernde nach einem Suizid angeboten von AGUS e.V., Bayreuth
Wir wollen in diesen Seminaren Ermutigung und Trost austauschen und neues Vertrauen ins Leben und in uns selbst finden. Wir arbeiten mit Gesprächsrunden und verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten. Die eigene Trauergeschichte hat genauso Raum im Seminar wie die Erinnerung an die Verstorbenen. 
Anmeldung >>  

Eine Teilnahme innerhalb der ersten drei Monate nach dem Suizid ist aufgrund des meist vorliegenden Schocks nur in Ausnahmefällen möglich, falls Sie dennoch teilnehmen möchten, nehmen Sie bitte vorher mit mir Kontakt auf. Kontakt >>

Die Seminare finden jeweils von Freitagnachmittag, 16h, bis Sonntagmittag,14h, (13h in Bad Berneck) in einem Tagungshaus statt.
Kosten
  für AGUS-Mitglieder ca. 100 EURO
für Nicht-Mitglieder 140 EURO zuzüglich Unterkunft und Verpflegung (ca. 130 EURO pro Person)
Leitung: Chris Paul und Sigrid Göllner, 12 TeilnehmerInnen
(Das Aufbauseminar „Schuld im Trauerprozess“ dauert vier Tage und ist auf 8 Teilnehmende begrenzt.)

 

 

 

 

Kurse mit AGUS e.V.
Anmeldung und Information:

AGUS e.V., Wilhelmsplatz 2,
95444 Bayreuth
Tel: 0921-1500380
E-Mail: agus-selbsthilfe@t-online.de
www.agus-selbsthilfe.de

AGUS e.V. Bayreuth bietet im Jahr 2010 an:
Trauerseminare für Betroffene
Fortbildungs-Seminare für AGUS-Gruppenleiter


Vertrauen wagen - Seminare für Trauernde nach einem Suizid 
  Verlust eines Elternteils 12.02. – 14.02.2010 Bad Honnef
  Verlust des Partners I 07.05. - 09.05.2010 Köln-Kerpen
  Verlust des Partners II 01.10. – 03.10.2010 Königswinter

  Verlust eines Kindes I 16.04. – 18.04.2010 Bad Honnef
  Verlust eines Kindes II 10.09. – 12.09.2010 Bonn

  Verlust eines Geschwisters 19.11. – 21.11.2010 Bad Honnef

Aufbauseminar:
  Schuld im Trauerprozess 21.05. – 24.05.2010 Bad Honnef

Seminare für AGUS-Gruppenleiter:
  Grundseminar: 05.03. – 07.03.2010 Würzburg
  Aufbauseminar: 09.07. – 11.07.2010 Siegburg

Die Teilnahme ist ab dem Alter von 18 Jahren möglich.

 

 Trauerseminar für Menschen, deren Vater oder Mutter sich das Leben genommen hat

  12.02. – 14.02.2010 Bad Honnef

Der Verlust des Vaters oder der Mutter durch Suizid führt oft zu einem Gefühl, den Boden unter den Füssen zu verlieren und niemandem mehr vertrauen zu können. Häufig ist der überlebende Elternteil mit der Situation überfordert (gewesen), was zu zusätzlichen Verlusten und Vertrauensbrüchen führt. Der relativ frühe Tod von Vater oder Mutter gehört ohnehin zu den schmerzhaftesten Verlusterlebnissen, die ein Mensch haben kann. Wenn der Tod durch eigenen Entschluß geschah, verstärken sich Verwirrung, Schuldbewußtsein, Aggression und Verunsicherung. Der Wunsch, nachzusterben oder gar nicht erst erwachsen zu werden, kann sehr stark werden. Es fällt oft schwer, eine positive Erinnerung an den toten Vater oder die tote Mutter zu bewahren und sich nicht für sie/ihn und die Todesart Suizid zu schämen.
Der Wunsch von anderen Familienangehörigen, sich und andere vor grausamen Details des Suizids zu schützen, kann zu großen Wissenslücken führen, die eine Verarbeitung des Verlusts erschweren.
Das Seminar bietet Zeit und Raum, die eigene Lebensgeschichte besser zu verstehen und dem verstorbenen Elternteil einen neuen Platz im eigenen Leben zu geben.

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Trauerseminar für Menschen, deren Partner oder Partnerin sich das Leben genommen hat


  Verlust des Partners I 07.05. - 09.05.2010 Köln-Kerpen
  Verlust des Partners II 01.10. – 03.10.2010 Königswinter

Der Verlust des Partners oder der Partnerin durch einen Suizid ist eine extreme Form der Trennung. Manchmal kommt dieser radikale Abschied wie aus heiterem Himmel, ohne erkennbare Vorzeichen, oft gibt es eine lange Vorgeschichte der Trennungsabsichten oder –drohungen von beiden Seiten. 
Der/die Tote, kann keine Antworten und Erklärungen geben. Klärungen, Streitgespräche und eine langsame Veränderung der Beziehung hin zu einer Freundschaft, wie es z.B. nach einer Scheidung möglich wäre, sind nach einem Suizid nicht möglich. Die Zurückbleibenden fühlen sich oft um alle ihre Hoffnungen betrogen und zutiefst verletzt. Wie läßt sich die erlebte Liebe, Zärtlichkeit und Gemeinsamkeit in einer Ehe oder Beziehung zusammenbringen mit dem Wissen um einen gewaltsamen, selbstgewählten Tod, der ohne Rücksicht auf die Folgen für andere gewählt wurde?
Wie können Kinder und Enkel über dieses tote Familienmitglied sprechen, wie können sie in ihrer Trauer unterstützt werden?
Ist es möglich, sich wieder zu verlieben und eine neue Beziehung aufzubauen, welche Rolle spielt der tote Partner/die tote Partnerin dabei?
Lebenspartnerschaften sind stärker als die Beziehungen zur Herkunftsfamilie eine Frage der eigenen Entscheidungen. Wenn der Partner oder die Partnerin sich das Leben nimmt, entstehen starke Zweifel an den eigenen Gefühlen, Wahrnehmungen und Fähigkeiten. Was bedeutet es, sich für „so einen“ Menschen entschieden, ihn/sie über alles geliebt zu haben? Was sagt es über mich aus, dass ich „es“ nicht bemerkt habe? Wie „schwach“ ist meine Liebe, wenn ich diesen Menschen nicht am Leben erhalten konnte? Wie wertlos bin ich, wenn ein Mensch nicht am Leben bleiben wollte, um mich zu schonen?
Tiefe Selbstzweifel und Mißtrauen gegen andere Menschen wechseln mit Sehnsucht nach der/dem Toten und der Sehnsucht nach neuen, lebendigen Begegnungen und Gefühlen.
Das Seminar bietet Zeit und Raum, die eigene Position bestimmen und den verstorbenen Partner/innen einen neuen Platz zu geben, der das Weiterleben nicht behindert.

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Trauerseminar für Eltern, deren Sohn oder Tochter sich das Leben genommen hat

  Verlust eines Kindes I 16.04. – 18.04.2010 Bad Honnef
  Verlust eines Kindes II 10.09. – 12.09.2010 Bonn

Der Verlust des eigenen Kindes durch Suizid führt oft zu einem Gefühl, den Boden unter den Füssen zu verlieren.

Die Erinnerungen an das verstorbenen Kind können blockiert sein durch Vorstellungen und erlebte Bilder von seinem Tod. Die Suche nach Gründen für eine Erkrankung oder einen Entschluss zum Sterben führen viele Eltern dazu, sich selbst in Frage zu stellen. Nichts scheint mehr richtig, die eigene Wahrnehmung und das Handeln in der Vergangenheit wirken fremd und falsch. Scham und das Gefühl versagt zu haben, lähmen das Weiterleben. Oft herrscht das Bewusstsein, anders als alle anderen Eltern zu sein, grundsätzlich schlecht und schuldbeladen zu sein, auch wenn sich bei vernünftiger Überprüfung keine besonderen Fehler finden lassen.

Unterschiedliche Wege, Trauer zu durchleben und auszudrücken, können Partnerschaften zerbrechen lassen. Noch lebende Kinder rücken manchmal aus dem Blick vor Schmerz um das verstorbene Kind, Angst um ihr Schicksal und Verständnislosigkeit ihrer Art zu trauern gegenüber können den Kontakt erschweren.

Das Seminar ermöglicht den Austausch mit anderen Eltern, das Erleben „keine Monster zu sein“, wie es eine Teilnehmerin fomulierte. Die verstorbenen Kinder werden gewürdigt in geteilten Erinnerungen, die ihr Leben und Sein in den Mittelpunkt stellen.

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 Trauerseminar für Menschen, deren Bruder oder Schwester sich das Leben genommen hat

  Verlust eines Geschwisters 19.11. – 21.11.2010 Bad Honnef

Der Verlust des Bruders oder der Schwester durch Suizid führt oft zu einem Gefühl, den Boden unter den Füssen zu verlieren und niemandem mehr vertrauen zu können. 
Das alte Familiengefüge verändert sich grundlegend, die eigenen Schritte aus der Herkunftsfamilie hin zu eigenen Partnern, Kindern und Lebensentwürfen bekommen neue Bedeutungen. Ängste vor der genetischen Vererbbarkeit von Suizidgefährdung oder vor der Weitergabe von unheilvollen Beziehungsmustern verursachen eine starke Verunsicherung. Die eigene Identität scheint unlösbar mit dem Suizid des Bruders oder der Schwester verknüpft. Die Sehnsucht nach Bruder oder Schwester ist oft sehr gross, es fehlen die geteilten Erinnerungen und Gefühle der frühen Kindheit und Jugend, es fehlt auch die gemeinsame Verantwortung für die alternden Eltern.
Schuldgefühle, Unverständnis, Wut und der Wunsch, das eigene Leben trotzdem leben zu können, wechseln sich ab. Dabei sind Freunde oft überfordert, weil sie so eine Situation noch nicht erlebt haben. Andere Familienmitglieder trauern ganz anders, oft unverständlich oder provozierend. Deshalb ist dieses Seminar ein Raum, in dem trauernde Geschwister nach einem Suizid sich begegnen, wieder erkennen und besser verstehen können, was geschehen ist, und entscheiden wie das Geschehene im eigenen Leben weiterwirken soll.

Wir wollen in diesem Seminar Ermutigung und Trost austauschen und neues Vertrauen ins Leben und in uns selbst finden.

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Aufbauseminar "Schuld im Trauerprozess"
Für alle, die schon an einem der „Vertrauen wagen“-Seminare teilgenommen haben:

  Grundseminar: 05.03. – 07.03.2010 Würzburg
  Aufbauseminar: 09.07. – 11.07.2010 Siegburg

In diesem Seminar gibt es Zeit und Raum, sich mit den eigenen Schuldgefühlen, den Schuldzuweisungen an andere oder den erlebten Schuldzuweisungen an sich selbst durch andere zu beschäftigen. Wir werden einander zuhören, nichts wegreden oder beschönigen. Die Reise in das, was jede/r einzelne als Schuld empfindet, wird von der Gruppe getragen, dabei muss keine/r teilen, was die jeweils anderen „Schuld“ nennen. Die Gemeinsamkeiten ebenso wie die Unterschiede helfen begreifen, was „Schuld“ für jede/n einzelne/n bedeutet, welche Rolle Schuld im eigenen Leben und in der jeweiligen Trauergeschichte spielt. Neue Sichtweisen können entstehen und vielleicht Lösungsmöglichkeiten.

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